Sem.
Pflichtbereich
Wahlpflichtbereich
Ergänzungsbereich
1Human Computer Interaction
3SWS, 9LP für gesamtes Modul HCI
Interaction Design with Arduino
Spezielle Aspekte des HCI: 3 SWS / 6 LP
Schließende Statistik
2 SWS, 9LP für gesamtes Modul Statistik
Künstlerisches Gestalten
3SWS, 6LP, bildet eigenes Modul Kunst
Multivariate Analyse
2SWS, 9LP für gesamtes Modul Statistik
Computerunterstütztes Lernen
3SWS, 9LP für gesamtes Modul Computerunterstütztes Lernen und Arbeit
2User Experience Design
3SWS, 9LP für gesamtes Modul HCI
Ubiquitous Computing and Interaction
Spezielle Aspekte des HCI: 3SWS / 6LP
Medienrecht I
2SWS, 9LP für gesamtes Modul Rechtsaspekte
Computerunterstützte Gruppenarbeit
3SWS, 9LP für gesamtes Modul Computerunterstütztes Lernen und Arbeit
Empirische Methoden
2SWS, 9LP für gesamtes Modul Statistik
Usability und Empirische Designmethoden
3 SWS / 9LP für gesamtes Modul Anwenderorientierung
3Arbeits- und Organisationspsychologie
3 SWS / 9LP für gesamtes Modul Anwenderorientierung
Softwareentwicklung in Organisationen
3SWS, 6LP
Medienrecht II
4SWS, 9 LP für gesamtes Modul Rechtsaspekte
Prototyping with Axure
Spezielle Aspekte des HCI: 3SWS / 6LP
HCI-Praktikum (6LP)
Master-Projektarbeit (9LP)
4
Master-Arbeit (30LP)

Pflichtveranstaltungen

Diese Veranstaltungen (33 LP) müssen von allen HCI-Studierenden besucht werden. Hier werden die Grundlagen gelegt: ein allgemeines Verständnis von HCI in Theorie und Praxis, User Experience und weiteren relevanten Bereichen wie z.B. Forschungsmethodik und Sketching-Techniken. Aber auch Gesichtspunkte aus der Ästhetik/Kunst werden behandelt.


Die HCI-Vorlesung bringt alle neuen HCI-ler und HCI-lerinnen auf den gleichen Stand. Hier wird das Siegener Grundverständnis der Mensch-Maschine-Interaktion vermittelt, das vor allem auf User Centered Design, den Einbezug der Nutzer in die Entwicklung sowie Ethnographie und Nutzerstudien fokussiert.

Es wird von Anfang an viel Wert darauf gelegt, auch praktisch zu arbeiten. Im begleitenden Modul-Praktikum wird in Kleingruppen eigenständig ein Projekt bearbeitet, dessen Thema sich an der jeweiligen Usability-Challenge der Gesellschaft für Informatik orientiert. Wer möchte, kann die Abschlussarbeit dann auch bei der Challenge einreichen, wobei in der Vergangenheit die Siegener HCI-Studierenden extrem erfolgreich waren (z.B. erster und dritter Platz 2013, erster, zweiter *und* dritter Platz 2012, …) Arbeitsbeispiele finden sich im Showroom!

Bewegen sich wissenschaftliche Fragestellungen um die Aneignung neuer Systeme durch den Nutzer, so sind Lernprozesse von zentraler Bedeutung. Aus diesem Grund gibt CSCL einen Überblick über die Entwicklungen verschiedener Lerntheorien vom Behaviorismus bis zu aktuellen Modellen und verknüpft diese miteinander, wobei das Lernen mittels digitaler Medien im Fokus steht.
Darstellerische und ästhetische Fragestellungen spielen in HCI-Kontexten wichtige Rollen. In der Veranstaltung Künstlerisches Gestalten werden daher in einem kurzen Block theoretische Grundlagen gelegt. Der Großteil der Arbeit findet jedoch praktisch unter semesterweise wechselnden Themenvorgaben statt.

Die Veranstaltungen werden von Gastdozenten aus der gestalterischen Kunst gehalten. Arbeitsbeispiele finden sich im Showroom.

Die Vorlesung User Experience Design (UXD) beschäftigt sich unter dem übergeordneten Fokus auf positives Nutzungserlebnis (User Experience) insbesondere damit, wie die Grundlagen für gute UX im Gestaltungs- und Entwicklungsprozess gelegt werden. Hierzu werden viele Kreativ-, Prototyping- und Sketching-Techniken behandelt und geübt. Semesterbegleitend wird in Kleingruppen oder alleine ein eigenes UX-Design-Projekt realisiert. Unter Themenstellungen, die – je nach Wunsch der Studierenden – entweder aus laufenden Forschungsprojekten kommen oder selbstgewählt sind, wird ein technisches System geplant und nutzerzentriert bis zum Prototypen-Status entwickelt. Arbeitsbeispiele finden sich im Showroom. 
Usability und empirische Designmethoden gliedert sich thematisch in zwei Blöcke. Im ersten Block werden zentrale Usability-Modelle, -Normen und -Verfahren behandelt. Hier findet eine Kollaboration mit dem Fraunhofer Institut für Angewandte Informationstechnik statt, welches die deutschlandweit bekanntesten Usability-Zertifizierungen vergibt. Im zweiten Block der Vorlesung werden vor allem qualitative Usability-Forschungsmethoden wie Workshops, Fokusgruppen oder Interviews sowie die zugehörige sozialwissenschaftliche Analysemethodik behandelt. Sofern gerade ein entsprechendes Projekt läuft, geschieht dies in realen Anwendungskontexten und mit echten Studienteilnehmern.
Usability und empirische Designmethoden gliedert sich thematisch in zwei Blöcke. Im ersten Block werden zentrale Usability-Modelle, -Normen und -Verfahren behandelt. Hier findet eine Kollaboration mit dem Fraunhofer Institut für Angewandte Informationstechnik statt, welches die deutschlandweit bekanntesten Usability-Zertifizierungen vergibt. Im zweiten Block der Vorlesung werden vor allem qualitative Usability-Forschungsmethoden wie Workshops, Fokusgruppen oder Interviews sowie die zugehörige sozialwissenschaftliche Analysemethodik behandelt. Sofern gerade ein entsprechendes Projekt läuft, geschieht dies in realen Anwendungskontexten und mit echten Studienteilnehmern.
In der Arbeits- und Organisationspsychologie findet die Entwicklung von Systemen und Tools üblicherweise im Kontext von Organisationen statt, seien diese Wirtschaftsunternehmen, Verwaltungen, NGOs oder andere entsprechende Strukturen. Aus diesem Grunde ist es für HCI-Studierende von zentraler Bedeutung, zu verstehen, wie solche Organisationen funktionieren, welche psychologischen Modelle relevant sind und welche Vorarbeiten, Erfahrungen und Best Practices in diesem Bereich existieren.

Weitere Pflicht-Leistungen

Über die unter „Pflichtveranstaltungen“ genannten regulären Seminare und Vorlesungen hinaus müssen natürlich auch mehrere übergeordnete Leistungen wie beispielsweise die Master-Arbeit abgelegt werden:

Die Wichtigkeit von Praxisrelevanz kann nicht genug betont werden, weshalb der HCI-Master Raum für ein Praktikum vorsieht, das auch entsprechend mit Leistungspunkten gewichtet wird. Das Praktikum muss eine Mindestlänge von sechs Wochen haben und in einem in- oder ausländischen Unternehmen oder aber einem ausländischen Forschungsinstitut durchgeführt werden.
Hierbei handelt es sich um eine Arbeit zu einem in Absprache mit dem/der jeweiligen HCI-Studierenden festgelegten Themengebiet (z.B. aus einem Forschungsprojekt, aus Industriekontexten oder aber frei gewählt). Die Arbeit soll theoretisches Wissen in Praxis umsetzen, d.h. großen Projektcharakter und ein Ergebnis in Form eines tatsächlichen Konzeptes, Produktes, Prototypen o.Ä. haben. Die Projektarbeit kann in Einzelleistung oder Kleingruppen geleistet werden.

Eine thematische Verknüpfung der im Umfang kleineren Projektarbeit mit der darauf folgenden großen Master-Arbeit liegt nahe, ist aber nicht verpflichtend. Arbeitsbeispiele finden sich im Showroom.

Die Masterarbeit ist die die Prüfungsarbeit, welche die wissenschaftliche HCI-Ausbildung abschließt. Sie muss demonstrieren, dass die Studierenden in der Lage sind, ein Problem aus dem HCI-Bereich selbständig und unter gründlicher Verwendung wissenschaftlicher Methoden durchzuführen und entsprechend sauber zu reflektieren und zu dokumentieren. Der Themenbereich wird jeweils in Absprache mit dem/der Studierenden festgelegt. Arbeitsbeispiele finden sich im Showroom.
Wahlpflichtbereich

Hier müssen 24LP nach Wahl erreicht werden. Die Veranstaltungen “Spezielle Aspekte der HCI” sind hierbei mehrfach belegbar. Jedes Semester werden in diesem Bereich unterschiedliche Veranstaltungen angeboten, die von Prototyping mit Axure über Arduino-Kurse bis hin zu Lese-Klassen reichen, in denen sich spezifischen wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigt wird.

 
Lernziele sind der Wissensaufbau hinsichtlich Organisationstheorien, Organisationsformen, die Beschreibung, von Organisationen sowie ihre Bedeutung für die Software-Entwicklung als auch Fallstudien. Darauf aufbauend werden die Studierenden befähigt, den Einfluss der Organisationsform auf die angepasste Software- Entwicklung zu bewerten und Vorgehensmodelle und Nutzerpartizipation zu berücksichtigen. 
Die Speziellen Aspekte der HCI sind der Bereich in dem viele HCI-Studierende die meisten Wahlpflicht-Veranstaltungen absolvieren. Es handelt sich hier nicht um eine konkrete Veranstaltung sondern um eine Kategorie, unter der jedes Semester unterschiedliche Vorlesungen oder Seminare angeboten werden. Oft sind diese speziell für HCI konzipiert und ergeben sich auch aus den Wünschen der Studierenden. Teilweise handelt es sich auch um Veranstaltungen anderer Fakultäten, die thematische Relevanz für HCI haben. Beispiele für Veranstaltungen aus der Vergangenheit sind, eine Seminar-Veranstaltung über das Prototyping-Tool Axure (die Veranstaltung wurde explizit auf Studierendenwunsch geschaffen) oder aber Visuelle Wahrnehmung, eine Vorlesung einer anderen Fakultät, die für HCI freigegeben wurde.
Im Seminar werden aktuelle Themen aus dem HCI Bereich behandelt und vertieft. Jeder Seminarteilnehmer bearbeitet ein ihm zugeteiltes Thema. Dazu recherchiert er selbstständig, wie auch unter Betreuung des Seminarleiters, nach der für sein Thema relevanten Literatur. In der Regel werden die Ergebnisse während des Seminars von den Teilnehmern in Vorträgen vorgestellt (Präsentation), in der Gruppe diskutiert und anschließend schriftlich ausgearbeitet. Ein HCI-Kombiseminar besteht aus zwei Einzel-Seminaren.
Lernziele sind Kenntnisse über strategisches IT-Controlling, IT-Infrastruktur-Controlling sowie IT-Projektcontrolling. Darauf aufbauend sind die Studierenden in der Lage, Kenntnisse zur Wirtschaftlichkeit und Effektivität der Planung, Steuerung und Kontrolle von Informationsverarbeitungsprozessen und deren Ressourcen bewerten und einsetzen zu können.
Lernziele hier sind das Erlangen von Kenntnissen in den Bereichen: Konzepte und Anwendungen der Informationstechnologie (vorrangig im Dienstleistungssektor), Transaktionsphasenmodell, Geschäftsmodelle des E-Business, Systeme und Anwendungen wie ERP, CRM, SCM. Darauf aufbauend sind die Studierenden in der Lage, IT-Konzepte entsprechend dem späteren Einsatzbereich existierender Infrastruktur zu bewerten und Fragen des IT-Sicherheitsmanagements aus wirtschaftlicher, technischer und rechtlicher Sicht zu beurteilen.
Lernziele sind hier der Aufbau von Wissen in den Bereichen: mathematische Modellierung praxisrelevanter Probleme, Beschreibung der Problemkomplexität und Lösungskomplexität zur adäquaten Methodenwahl sowie Techniken zur Entscheidungsunterstützung. Darauf aufbauend sind die Studierenden in der Lage, systematisch und methodisch bei der Analyse und Lösung von aktuellen Problemen vorzugehen sowie effiziente Entscheidungen zu treffen.

Ergänzungsbereich

Aus den Veranstaltungen anderer Fakultäten sind hier zwei komplette Module (insgesamt 18 LP) zu wählen, die sich thematisch an HCI anschließen, aber nicht zum HCI-Kernbereich gehören. Folgende Module stehen zur Wahl:


In diesem Modul werden die Grundlagen der Internet-Ökonomie sowie ihrer Rahmenbedingungen gelehrt. Insbesondere wird auf die Transaktionskostentheorie als Basis eingegangen. Darauf aufbauend werden verschiedene Geschäftsmodelle im E-Commerce und E-Business tiefer behandelt.

Hier werden Grundlagen für das Verständnis sowie die Entwicklung von sicherheitsrelevanten Aspekten in verteilten Netzen gelegt (z.B. Sicherheit in mobilen Netzen, Kryptografische Verfahren, etc.). Darauf aufbauend werden in Form einer Lese-Klasse aktuelle Themen aus diesem Gebiet vertiefend behandelt sowie im Rahmen eines Hacker-Praktikums praktisch vertieft und angewendet.

Kulturtechniken können als systematische Zusammenhänge zwischen Personen, Dingen und Zeichen verstanden werden, als Praxisformen, in die Artefakte eingebettet sind. Prominente Beispiele sind etwa die Praxen im Umgang mit Bild, Ton, Schrift und Zahl, aber auch ,Körpertechniken‘. Medientechnologien lassen sich auf der Basis solcher Kulturtechniken differenziert analysieren. Der historische Kontext sowie die grundlegenden theoretischen Diskurse in diesem Bereich werden in diesem Modul thematisiert.
Die Medienästhetik beschäftigt sich mit den anthropologischen und technischen Vermittlungsformen des Ästhetischen im doppelten Wortsinn von Sinneswahrnehmung (Aisthesis) und Sinngebung. Im Masterstudium vertiefen die Studierenden die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit ausgewählten Fragestellungen zu den vier Modulelementen Text und Ton sowie Bild und Film. Dazu gehören jeweils phänomenologische, historisch-vergleichende und ästhetisch-kritische Untersuchungen in Auseinandersetzung mit Theorien, Terminologien und künstlerischen Praktiken.
Im Fokus stehen die Dynamiken und die Dialektik von Kultur und Gesellschaft. Kultur wird dabei als variabler Ordnungsrahmen verstanden, dessen Elemente und Teilsysteme Gesellschaft konstruieren, konstituieren und modifizieren. Ein wesentlicher Bestandteil ist es, die Funktionen der Medien bei der Vermittlung kultureller Praktiken und im Hinblick auf Wissensaneignungsprozesse sowie in Bezug auf die gesellschaftliche Konstruktion von Wirklichkeit zu entschlüsseln. Weiterhin werden die Potenziale und Grenzen kultursoziologischer empirischer Forschung und kultursoziologischer Medienanalysen aufgezeigt. Es werden Modelle und Methoden inter- und transkultureller Kommunikation thematisiert sowie neue Formen von gesellschaftlicher Partizipation, kultureller Bildung und Vergemeinschaftungspraktiken.
Viele Testverfahren aus der HCI basieren auf quantitativen Verfahren und auch wenn das Siegener HCI-Verständnis nicht zentral auf diesen Bereich fokussiert, sind diesbezügliche Kompetenzen dennoch wichtig. Im Statistik-Modul werden daher Grundlagen der Inferenzstatistik und multivariate Verfahren eingeübt und im dritten Teil des Moduls im Rahmen einer eigenständigen quantitativen Studie praktisch angewendet.
Die Studierenden sollen Grundkenntnisse in zentralen Fragen des Medienverfassungsrechts sowie Grundkenntnisse in zentralen Fragen des privaten Medienrechts, insbesondere im Recht der Wort- und Bildberichterstattung erwerben, die wichtigsten aktuellen Herausforderungen dieses Rechtsgebiets sowie die inzwischen vorhandenen rechtlichen Instrumente verstehen und das Lösen einfacher medienrechtlicher Fälle erlernen.